Programmhintergrund

Die Talentbase Austria ist ein Lückenschluss in der österreichischen Nachwuchs-Leistungssport-Förderung. Der Ansatz dazu ist eine kosteneffizientere, vernetzte und spartenübergreifende Projektstruktur sowie ein innovatives Maßnahmenbündel. Angelehnt an Modelle der großen Sportnationen Großbritannien, Deutschland und der Schweiz ergibt sich für Österreich die Notwendigkeit im Grundlagen - und Aufbautrainingsbereich (10- bis 14-Jährige) neue und innovative Wege zu gehen.

 

Die Struktur und das Maßnahmenbündel für dieses Förderprojekt werden von einem Steuerungsgremium, bestehend aus Vertretern der teilnehmenden Verbände, konzipiert und in weiterer Folge über die Dachverbände und die Fachverbände sowie den relevanten Zellen in die Praxis umgesetzt. Die Steiermark fungiert hier als Pilotprojektland in Abstimmung mit den Bundesfachverbänden.

 

Durch die sinnvolle Kooperation von mehreren Verbänden wird Wissen vernetzt sowie entwickelt. Durch gemeinsam durchgeführte und gebündelte Maßnahmen werden Ressourcen effizienter eingesetzt.

Die Talente werden mit einem Maßnahmenbündel so unterstützt, dass das Vereinsbasistraining sinnvoll ergänzt wird und das Talent bestmöglich auf den Einstieg in ein Nachwuchsleistungszentrum oder Schulsportmodell vorbereitet wird.


Ziele

Das langfristige Hauptziel ist die quantitative und qualitative Verbesserung des Nachwuchsleistungssports durch den Lückenschluss zwischen der polysportiven Grundausbildung und dem Einstieg in das Anschlusstraining.

 

Das mittelfristige Ziel ist eine tiefergreifende Vernetzung der teilnehmenden Verbände zur Effizienzsteigerung in der Grundausbildung der Talente.

 

Das kurzfristige Ziel ist die Erarbeitung einer Basisstruktur für die kosteneffiziente und gebündelte Zusammenarbeit der teilnehmenden Verbände im Bereich des Nachwuchsleistungssports.

 

Die Talente sollen mit einem Maßnahmenbündel so unterstützt werden, dass das Vereinsbasistraining sinnvoll ergänzt wird und das Talent bestmöglich auf den Einstieg in ein Nachwuchsleistungszentrum oder Schulsportmodell vorbereitet wird.

 

Die Dropout-Rate in der weiteren Sportlaufbahn soll durch den gezielten Einsatz des Maßnahmenbündels reduziert werden.


Die 4 Säulen der Talentbase Austria

Funktionelle Athletik / Sportmotorik

Die funktionelle Athletik beschäftigt sich vorrangig mit der Bewegungsqualität der Athletinnen und Athleten. Defizite in der Mobilität und Stabilität führen zu Kompensationen in sportlichen Bewegungsabläufen und somit zu einer negativen Veränderung in der Biomechanik des Bewegungsapparates.
Das Ziel dieses Trainings ist es, fehlerhafte Bewegungsmuster zu korrigieren, um eine stabile und breite Basis für das sportartspezifische Training zu schaffen. Speziell im Kinder- und Jugendalter stellt das Training der Bewegungseffizienz auf langfristige Sicht einen wesentlichen Bestandteil zur Reduktion des Verletzungsrisikos, Erhöhung der Belastungsverträglichkeit und Leistungsoptimierung, dar.

 

Der Bereich der "Sportmotorik" befasst sich mit den motorischen Fähigkeiten – zu diesen zählen Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer, aber auch die Koordination.
Diese Fähigkeiten bilden die allgemeinen Grundlagen für eine sportartspezifische Leistungsfähigkeit. Je besser diese Grundlagen ausgebildet sind, desto wirkungsvoller können die sportartspezifischen Skills im Wettkampf eingesetzt werden.

 

Koordination

Die koordinative Fähigkeiten kennzeichnen den fertigkeitsübergreifenden Ausprägungsgrad bzw. das Niveau der Systeme der Informationsverarbeitung und damit der zentralnervösen Bewegungssteuerung und –regelungen.
Die Wirkungen des Koordinationstrainings sind:

  • Motorische Intelligenz: Die koordinativen Fähigkeiten korrespondieren mit dem Vermögen, Bewegungen schnell und gut zu erlernen, zielgerichtet und präzise zu kontrollieren sowie vielfältig und situationsangemessen zu variieren.
  • Bewegungsökonomie: Die koordinativen Fähigkeiten gewährleisten aufgabengemäße Krafteinsätze und eine optimale Ausschöpfung des energetischen Potentials. Funktionelle Fehlbelastungen werden abgeschwächt oder sogar verhindert.
  • Exekutive Funktionen: Die koordinativen Fähigkeiten fördern schulische Lernleistungen.

Sportpsychologie
Die Sportpsychologie spielt neben Faktoren wie Technik, Taktik und Athletik eine zentrale Rolle im Spitzensport. Viele verschiedene mentale Fähigkeiten entscheiden dabei über Sieg oder Niederlage. Einige davon sollen bereits in jungen Jahren trainiert werden und sind
deshalb Teil der Talentbase Austria.
Konzentration, Vermeidung von Ablenkung, Aktivierung & Entspannung oder die Nutzung von mentalem Training zur Verbesserung der technischen und taktischen Fähigkeiten – diese und weitere Themen begleiten Nachwuchsathletinnen und -athleten im Rahmen der
Sportpsychologie und helfen ihnen bei ihrer sportlichen und persönlichen Entwicklung.

 

Sporternährung
Die richtige Ernährung ist nicht nur essentiell für die Erhaltung der Gesundheit und Fitness, sondern auch für den gewünschten Trainingserfolg. Eine ausreichende Nährstoffversorgung ist die Voraussetzung, um den Körper optimal für Training und Wettkampf vorzubereiten und eine rasche Regeneration sicher zu stellen. Ein Athlet bzw. eine Athletin kann sein/ihr volles Potenzial erst in Kombination mit einer adäquaten, an die Sportart und den individuellen Bedarf angepasste, Ernährung ausschöpfen.
Primäre Ziele der Sporternährung sind daher die ausreichende Versorgung mit erforderli-chen Nährstoffen zur Leistungsoptimierung, sowie die Unterstützung des Immunsystems und damit die Erhaltung der Gesundheit des Athleten.